Henna
 

Allgemeines / Einleitung

Seit Urzeiten schmücken die Menschen Ihren Körper, sei es mit edlen Steinen und Metallen, mit Stoffen oder Farben. Dieser wie auch immer geartete Schmuck ist Ausdruck ganz persönlichen Schönheitsempfindens.


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Farbiger Körperschmuck, auch Bodypainting, bietet unterschiedlichste Möglichkeiten in permanenter oder auch vergänglicher Form.
Henna gehört zu den vergänglichen Formen. Sie ist geradezu prädestiniert, um einer momentanen Stimmung  folgend den eigenen Körper mit Ornamenten und Mustern zu schmücken. Nach einigen Tagen bis Wochen verblasst der Schmuck und verschwindet dann gänzlich. 

 

 

 

 

Der Hennastrauch (Lawsonia inermis)
und seine Vielfältigkeit

Henna kommt in allen trocken-heißen Klimazonen der Erde vor, von Afrika über Asien bis Australien.
Der Henna-Strauch oder auch -Baum wächst zum Teil weit ausladend und kann bis zu 8 m hoch werden. Seine hellgrünen Blätter erinnern an die des Olivenbaums. Henna wird in großen Plantagen angebaut. Oft findet man sie aber auch in Innenhöfen zum Privatgebrauch und wegen der betörend duftenden Blüten.
Die Blätter, die den roten Farbstoff enthalten, werden zur Ernte von den Ästen gestreift und getrocknet. Zu Pulver zermahlen ergeben sie die Grundlage für die färbende Henna-Paste. 

Doch auch Blüten und Rinde des Hennastrauches werden schon seit Jahrtausenden zu den verschiedensten Produkten verarbeitet. So nutzen die Menschen die kühlenden und pflegenden Eigenschaften der Pflanze. Genauso sind die gesundheitsfördernden und medizinischen Aspekte seit jeher bekannt und werden mittlerweile auch von der westlichen Medizin entdeckt und erforscht.

Henna
als Farbstoff

Trockenes Henna-Pulver ist grünlich und riecht nach Erde und feuchtem Laub. Es kann nach den unterschiedlichsten Rezepten mit verschiedensten Zutaten angerührt werden. Diese dann dunkelbraune Paste dient nicht nur zum Färben von Haut und Haaren. Traditionell werden damit in den unterschiedlichen Regionen der Erde z.B. die Zähne der Frauen, die Mähnen und Hufe der Pferde oder Wolle, Seide und Leder gefärbt. Je nach Anbaugebiet und Verarbeitung liegen die Farben zwischen orange und rotbraun.

Von Natur aus schwarz färbendes Henna gibt es nicht. Wird es angeboten, ist es mit der chemischen Farbsubstanz PPD, auch p-Phenylenediamine genannt, versetzt, ein Stoff, der in der lederverarbeitenden Industrie verwendet wird und schwere allergische Reaktionen auslösen kann. Irreparable Haut- und Leberschäden können die Folge sein.

Henna hat Tradition 

Die Farbkraft des Henna ist den Menschen seit Jahrtausenden bekannt. Die ältesten bekannten Spuren findet man in Ägypten, wo Grabfunde belegen, dass die Pharaonen ihre Fingernägel mit Henna rot färbten.
Doch auch die kühlende Wirkung wurde schon immer von Menschen genutzt, indem gerade in den heißen Regionen der Erde Handinnenflächen und Fußsohlen zur Kühlung mit Henna bestrichen wurden.
Daraus entwickelt sich im Laufe der Zeit die Bemalung mit immer filigraneren Mustern, die zwar weiterhin zur Kühlung, aber auch der Zierde diente, sowie rituelle und magische Zwecke bediente.
Über das weite Verbreitungsgebiet des Henna-Strauches haben sich in den unterschiedlichen Kulturkreisen ganz verschiedene Traditionen entwickelt.

Die wohl bekannteste ist die Hochzeitsbemalung der Braut, die vor allem in der hinduistischen Kultur stark vertreten ist. Im Hinduismus heißen Henna und die Bemalung mit Henna Mehndi. Zu einer Vermählung treffen sich am Vortag Mehndi-kundige Frauen, die weiblichen Mitglieder der Brautleute und Freundinnen der Braut zum Mehndi-Ritual. Dabei wird die Braut je nach Reichtum und Ansehen der Familie mit aufwendigen Mustern an Händen und Unterarmen, Füßen, Waden und Schienbeinen verziert. Nebenher führen sie die Frauen in die Regeln für eine erfolgreiche Ehe ein. Es wird viel erzählt, gesungen und gelacht. Dieses Ritual nimmt mehrere Stunden in Anspruch.
Meist ist die Henna-Bemalung den Frauen vorbehalten. Hierbei gilt Marokko als Ausnahme, wo in einem anderen Hochzeitsritual auch dem Bräutigam die Hände bemalt werden.  

Der modernen Zeit ist es geschuldet, dass die traditionelle Henna-Bemalung immer mehr in Vergessenheit gerät. Geblieben sind die Bemalungen zu Hochzeiten und zu großen Festlichkeiten.

 Neugierig geworden???

Sie können Henna-Pulver selbst anrühren oder fertig angerührte Henna-Paste verwenden. Bemalen Sie sich vorsichtig und lassen sie die Paste dann mehrere Stunden einziehen. Dabei darf  das Kunstwerk nicht verwischt werden. Die trockenen Reste kratzt oder rubbelt man am besten von der Haut ab. Dann die bemalte Körperstelle mit möglichst wenig Wasser in Berührung bringen und ruhig der Sonne aussetzen. Das anfänglich vielleicht noch helle Motiv dunkelt im Lauf der nächsten Stunden noch nach.  

Sollten Sie Henna-Bemalung allerdings als Kunst und Entspannung erleben wollen, dann bestellen Sie sich doch einfach die Künstlerin Akishe mit Ihrer mobilen Henna-Kunst nach Hause, wo Sie unabhängig von Zeitdruck, Verkehr und Parkplatzsuche dieses Erlebnis genießen können.

Auf Wunsch kann Akishe Ihnen auch orientalisches Räucherwerk, Musik, Tee, Seidenprodukte und Schmuck anbieten. Grundlage für eine Körperbemalung sind Seriosität und Vertrauen, wie in der Kosmetik oder der Medizin. Nur zu diesen Bedingungen kommt ein Maltermin zustande. Um einen Handrücken incl. aller Finger frei zu bemalen, braucht Akishe etwa 1/2 bis 1 Stunde. Rechnen Sie zur reinen Malzeit zusätzlich etwa eine halbe Stunde für Vor- und Nachbehandlung. Sie selbst können dann entscheiden, wie lange Sie die Henna-Paste einwirken lassen. Als Minimum gelten 60 min, besser sind 2 bis 4 Stunden.